Bei der Zusammenarbeit in Teams haben mir über die Jahre einige Werkzeuge und Methoden sehr geholfen. Gute Erfahrungen haben wir damit in der Agentur gemacht, in den Start-ups, im Konzern, im Medizintechnik-Unternehmen und heute bei Nakoa. Hier sind die, die sich am meisten bewährt haben.
Kommunikation verstehen
Am Anfang stehen die einfachen Kommunikationsmodelle, etwa die vier Seiten einer Nachricht. Sie machen verständlich, warum eine Aussage so ankommt, wie sie ankommt, und warum aus einem sachlichen Satz ein Konflikt entstehen kann. Wer das verstanden hat, kann im Gespräch auf Augenhöhe kommen und in einem Konflikt die Perspektive wechseln. Diese Grundlagen gehören in jedes Team.
Selbstbild und Fremdbild
Ein zweites Feld ist die Selbstreflexion: Wie wird jemand wahrgenommen, als Führungskraft und als Teammitglied? Methoden wie LIFO helfen, das eigene Bild mit der Wahrnehmung anderer abzugleichen. Sie machen sichtbar, warum dieselbe Absicht bei verschiedenen Menschen unterschiedlich ankommt.
Feedback strukturieren
Feedback ist eines der schwierigsten Themen in einem Team, besonders in unangenehmen Situationen. Eine einfache Gliederung gehört zu den wirksamsten Mitteln: Feedback in Wahrnehmung, Interpretation, Emotion und Veränderungswunsch aufzuteilen. So kann das Gegenüber die Rückmeldung erst einmal aufnehmen, ohne sich sofort in einem emotionalen Konflikt wiederzufinden. Diese Struktur haben wir in die Teams eingebracht, damit sich Kolleginnen und Kollegen auch gegenseitig Feedback geben können, wenn etwas nicht gut läuft.
Regelmäßige Gespräche und gemeinsame Ziele
Seit 2004 gehören Einzelgespräche, Zielvereinbarungen und regelmäßige Feedbackgespräche fest dazu, in der Agentur, im eigenen Start-up und später im Konzern. In diesen Gesprächen kommt am besten zur Sprache, was sich jemand wünscht, welchen Weg er gehen will und welche Gedanken er dazu hat. Daraus entstehen gemeinsam definierte Entwicklungsthemen, bei deren Erschließung wir dann unterstützen. Über dieses regelmäßige Gespräch konnten sich viele Menschen sehr gut entwickeln.
Seit Jahren arbeiten wir außerdem mit OKR und regen in den Teams an, damit zu arbeiten. OKR dient als grobe Richtlinie, mit der sich die Entwicklung eines Teams transparent und gemeinsam mit den Mitarbeitern steuern lässt. Ziele und Ergebnisse sind für alle sichtbar, und jeder kann nachvollziehen, woran das Team gerade arbeitet und warum.
Was davon trägt
Diese Werkzeuge sind die Grundlage dafür, dass ein Team gut zusammenarbeitet. Sie werden wichtiger, je kleiner die Teams werden und je mehr Verantwortung sie für ein Ergebnis tragen. Wenn eine KI im Zweifel zustimmt, bleibt das ehrliche Feedback aus dem Team der Ort, an dem Annahmen hinterfragt werden (siehe Allein bauen, wofür früher ein Team nötig war – und warum das nicht das Ziel ist).