Foundation
Ob KI in einem Unternehmen wirkt, entscheidet sich an der Grundlage, auf die sie gesetzt wird. Hier steht, was wir dazu in der Arbeit am Nakoa Brain und in Transformationsprojekten gelernt haben und welche Fragen für uns offen sind.
Womit beginnt eine KI-Einführung?
Mit den Prozessen. Wird KI auf ungeordnete Abläufe gesetzt, entsteht vor allem automatisiertes Chaos. Wo ein Prozess klar ist, wie in einer modernen Softwareentwicklung, lässt er sich weitgehend automatisieren.
Mehr dazu: Die Foundation entscheidet über den Erfolg der KI-Adoption
Warum reicht ein gutes Modell nicht aus?
Die größten Qualitätssprünge im Nakoa Brain kamen aus der Modellierung des Kontexts: dieselbe Frage, dasselbe Modell, mit besser strukturiertem Kontext ein deutlich anderes Ergebnis. Dabei geht es um zwei Arten von Kontext. Der analytische Kontext beschreibt, was die Daten bedeuten, wie sie sich kombinieren lassen und was eine Kennzahl aussagt; dafür braucht es eine semantische Schicht. Der Kontext der Ziele beschreibt, was erreicht werden soll: die Strategie, die Ziele und die Definitionen eines Unternehmens. Erst mit beidem kommt ein System von der Analyse zu einer Empfehlung und zu einer Maßnahme, die auf ein Ziel einzahlt.
Mehr dazu: Kontextmodellierung ist die eigentliche Engineering-Aufgabe · Die Foundation entscheidet über den Erfolg der KI-Adoption
Was ändert sich an der Arbeit mit Anforderungen?
Code wird billig, Intent wird teuer. Ein Agent baut so präzise, wie die Spezifikation beschreibt, was entstehen soll, welches Ergebnis gewünscht ist und welche Grenzen gelten.
Mehr dazu: Erst die Spezifikation, dann der Code · Code Crash – wenn Code billig und Intent teuer wird
Auf welcher Ebene lohnt sich Tiefe?
Viele Lösungen auf der Implementierungsschicht werden schnell von Harnesses und Herstellern übernommen. Dauerhafter Wert liegt eher auf der Ebene des Operating Models: welche Grundmuster ein agentisches System im Geschäft hat und welche Prinzipien sich dort bewähren. Wo es dazu gute Quellen gibt, ist für mich noch offen.
Mehr dazu: Die Schicht-Frage: Wo sich Tiefe lohnt · The Bitter Lesson
Offen: Wann darf ein Agent den Kontext verändern, mit dem er arbeitet, und wann braucht es eine Bestätigung durch Menschen?
Diese Positionen sind ein Arbeitsstand. Wo siehst du es anders? Schreib mir auf LinkedIn oder an helge@steimann.de.